Die Dünen von Maspalomas gehören zu den markantesten Landschaften Gran Canarias, sind aber kein frei zugänglicher Sandspielplatz. Sie liegen in einem geschützten Naturgebiet im Süden der Insel zwischen Playa del Inglés und Maspalomas. Besucher sollten ausschließlich markierte Wege und erlaubte Bereiche nutzen, damit Dünen, Charca de Maspalomas und Tierwelt geschützt bleiben.
Für den ersten Besuch ist eine Kombination aus Aussichtspunkt, erlaubtem Rundgang, Strand und Leuchtturm von Maspalomas besonders praktisch. Plane etwa zwei bis vier Stunden ein – je nachdem, ob du nur spazieren oder zusätzlich Zeit am Meer verbringen möchtest.
Wo liegen die Dünen von Maspalomas?
Das Schutzgebiet liegt in der Gemeinde San Bartolomé de Tirajana am Südende Gran Canarias. Es verbindet Playa del Inglés mit Maspalomas und umfasst drei unterschiedliche Lebensräume: das Dünenfeld, einen Palmenbereich und die Charca de Maspalomas.
Die Landschaft ist ökologisch empfindlich. Die offiziellen Hinweise sind eindeutig: Bleib auf den ausgewiesenen Wegen und respektiere Absperrungen und Beschilderung. Aktuelle Informationen zum Schutzgebiet findest du auf der offiziellen deutschsprachigen Tourismusseite von Gran Canaria.
Welcher Zugang eignet sich am besten?
Für einen ersten Besuch ist der Bereich am Riu Palace Maspalomas in Playa del Inglés besonders einfach. Dort gibt es einen Aussichtspunkt, von dem du die Ausdehnung des Dünenfelds gut überblicken kannst.

Von hier kannst du den markierten Wegen in Richtung Küste folgen. Eine weitere gute Möglichkeit ist der Start am Leuchtturm von Maspalomas, von wo du an der Charca entlang zur Strandzone und an den Rand des Dünengebiets gelangst.
Du musst die Reserve nicht komplett durchqueren. Mit Kindern, bei Hitze oder für einen kurzen Besuch reichen Aussichtspunkt und ein Teil der erlaubten Route völlig aus.
Wie viel Zeit sollte man einplanen?
- Kurzbesuch: etwa 45–60 Minuten für Aussichtspunkt und einen kurzen Wegabschnitt.
- Ausführlicher Besuch: etwa 2–3 Stunden für einen entspannten Rundgang bis zur Strandzone.
- Halber Tag: etwa 3–4 Stunden mit Baden, Leuchtturm, Charca und Essenspause.
Gehen im Sand ist anstrengender, als es aussieht, und Schatten ist knapp. Nimm Wasser, bequeme Schuhe, Kopfbedeckung und Sonnenschutz mit. Wenn du zwischen Dezember und Februar reist, hilft dir unsere Guide zu Gran Canaria im Winter bei Wetter, Wind und Kleidung.
Beste Tageszeit für den Besuch
Früh am Morgen und am späten Nachmittag sind Temperatur und Licht meist angenehmer. Mittags kann es an sonnigen Tagen sehr heiß wirken, weil der Sand die Strahlung reflektiert und kaum Schatten vorhanden ist.
Für Fotos eignen sich die ersten und letzten Stunden des Tages besonders gut. Wenn du weniger Betrieb möchtest, meide stark frequentierte Zeiten und Feiertage.
Naturschutz: Was ist verboten?
Die Dünen von Maspalomas sind eine Reserva Natural Especial, also ein besonders geschütztes Naturgebiet. Geschützt werden nicht nur die wandernden Dünen, sondern auch Vegetation, Tierwelt und die Charca de Maspalomas.
- Nutze nur erlaubte Wege und Bereiche.
- Respektiere Absperrungen, Markierungen und Schilder.
- Nimm keinen Sand, keine Pflanzen, Steine oder andere Naturmaterialien mit.
- Hinterlasse keinen Müll.
- Betritt keine gesperrten Bereiche für Fotos.
Diese Regeln sind wichtig, weil Abkürzungen abseits der Wege Pflanzen schädigen und die natürlichen Prozesse des Dünengebiets beeinträchtigen.
Charca de Maspalomas und Leuchtturm
Am westlichen Rand der Reserve liegt die Charca de Maspalomas, ein kleines Küstenfeuchtgebiet mit Bedeutung für Zugvögel. Beobachte die Tiere nur von erlaubten Punkten und vermeide jede Störung.

Der Faro de Maspalomas liegt nur wenige Minuten entfernt. Hier beginnt die Promenade von Meloneras mit Restaurants und Terrassen – ideal, um den Besuch ohne weitere Autofahrt ausklingen zu lassen.
Anreise und Parken
Mit dem Auto erreichst du Maspalomas aus anderen Teilen der Insel bequem über die GC-1. Für die Navigation kannst du je nach Startpunkt Faro de Maspalomas oder den Bereich am Riu Palace Maspalomas verwenden.
In den umliegenden Ferienorten gibt es öffentliche Stellplätze und private Parkhäuser, doch zu Stoßzeiten kann die Suche länger dauern. Wenn du bereits in Maspalomas oder Playa del Inglés wohnst, sind Fußweg, Taxi oder öffentlicher Verkehr oft unkomplizierter.
Was lässt sich mit den Dünen verbinden?
Für einen ganzen Tag im Süden kannst du Dünen, Strand und Meloneras problemlos kombinieren. Für einen Bergtag findest du in unserer Roque-Nublo-Guide die aktuellen Informationen zu Reservierung und Zugang.
Der Barranco de las Vacas bietet im Südosten eine völlig andere geologische Landschaft. Für einen ruhigeren Küstentag eignet sich Puerto de Mogán.
Häufige Fragen
Kostet der Besuch der Dünen von Maspalomas Eintritt?
Für die öffentlichen Wege der Reserve wird kein allgemeiner Eintritt erhoben. Aktuelle Einschränkungen und Beschilderungen müssen trotzdem beachtet werden.
Kann man die Dünen mit Kindern besuchen?
Ja. Für Familien sind Aussichtspunkt und eine kürzere Route meist am angenehmsten. Meide die heißesten Tagesstunden und nimm ausreichend Wasser mit.
Kann man den Sonnenuntergang an den Dünen sehen?
Ja. Der späte Nachmittag ist wegen Licht und Temperatur besonders schön. Plane den Rückweg vor Einbruch der Dunkelheit und bleib auf den erlaubten Wegen.